Fischsterben verhindert

Um sich wie ein Fisch im Wasser fühlen zu können, braucht es Wasser. Das fehlte in einer der neu renaturierten Flächen an der Donau bei Pillmoos. Fischerei-Aufseher hatten am Montagabend die Untere Naturschutzbehörde der Stadt informiert, dass ein Massenf

Bereits am Montagabend baute die Freiwillige Feuerwehr eine Pumpe und Schlauchleitungen auf, die fast bis Mitternacht betrieben wurden und am Dienstag ab 7 Uhr wieder in Betrieb genommen wurde, erklärten Stadtbrandrat Stephan Bachl und Stadtbrandinspektor Michael Schießl. Das THW wurde zeitgleich informiert und Ortsbeauftragter Stefan Bayer alarmierte Spezialisten der Fachgruppen Wassergefahren sowie Logistik- und Führungsgruppen. THW-Einheiten aus Straubing, Bogen, Regensburg und Deggendorf halfen seit den Morgenstunden am Dienstag an der Donau zusammen.

12.000 Liter Wasser speist das THW pro Minute in den gefährdeten Fischlaichbereich vom Hauptarm der Donau. Eingesetzt sind Tauchpumpen und eine Großpumpe, die mit großen Leitungen aus Metall viel Leistung bringt, erklärt Zugführer Rainer Gebhard. Dadurch soll der Pegelstand erhöht werden. Die Feuerwehr spritzt mit einem stationären Wasserwerfer, Monitor genannt, auf die Wasserfläche, um zusätzlich Sauerstoff in das stillstehende Gewässer zu bringen.

Der Logistikaufwand für die Fischrettung ist groß. Das Gebiet der Landzunge ist mit schwerem Gerät nicht erreichbar. Nur ein schmaler Trampelpfad führt auf das Gelände. Daher haben sowohl THW wie Freiwillige Feuerwehr Boote im Einsatz, die Pumpen und Material auf der Donau heranschaffen. Dafür werden als Stützpunkte und zum Verladen sowohl der Hafen Straubing-Sand wie auch das Gelände des 1. MWSC genutzt. Ein schweißtreibender Einsatz für alle bei Temperaturen um die 30 Grad. Gebhard und Bayer freuen sich über die gute Zusammenarbeit aller THW-Ortsgruppen und der Feuerwehr. Rund 20 ehrenamtliche THW-Helfer sind abwechselnd im Einsatz. Stadtbrandrat Bachl freut sich, dass sich das neue Mehrzweckboot der Wehr, die Hedwig Dietl (wir berichteten), nach Personensuche und Leichenbergung, nun bei der Fischrettung erneut bewährt habe. „Das Boot ist Gold wert!“ Der Aufwand sei auch wichtig für den Naturschutz und um Folgeprobleme nach einem drohenden Massenfischsterben zu vermeiden.
 

Text und Bilder: U. Scharrer


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Einsatzstart 14. Juli 2026 00:00
Mannschaftstärke 20
Einsatzdauer 48 Stunden
Alarmierte Einheiten Löschzug Zentrum, Löschzug Nord